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Die Vergänglichkeit eines Hauses

Nahe der Stelle am Lokstedter Steindamm an dem die­ses Foto im ver­gan­ge­nen Jahr auf­ge­nom­men wurde, steht heute ein fast fer­ti­ger Neubau mit Eigentumswohnungen. Diese Aufnahme wurde von mir an einem Morgen im Juni ganz spon­tan gemacht, ich wollte die Vergänglichkeit fest­hal­ten.

An vie­len Orten in Lokstedt wur­den in den ver­gan­ge­nen Jahren Einzelhäuser mit Gärten nach dem Abriss mit Mehrfamilienwohnhäusern bebaut.

Abbruchhaus Lokstedt, Blende:ƒ/2.2 Aufgenommen: 28. Juli 2016 (am Morgen) Blitz: Nein Brennweite:4.15mm ISO:32 Verschlusszeit:1/695s

Durch den blauen Himmel und die grü­nen Farbreste hin­ter­lässt das Originalfarbfoto einen fast freund­li­chen Eindruck. Durch den Entzug der Farbe bleibt eine Häuserruine zurück und keine Farbe beschö­nigt mehr die Vergänglich und der damit ver­bun­de­nen Wandel im Leben eines Stadtteils.

Abbruchhaus Lokstedt, Blende:ƒ/2.2 Aufgenommen: 28. Juli 2016 (am Morgen) Blitz: Nein Brennweite:4.15mm ISO:32 Verschlusszeit:1/695s

bhs

Radeln am Sonnabend

Zwei Freizeit‑, Besorgungs- und Versorgungstouren führ­ten uns am heu­ti­gen Sonnabend über holp­rige und zuge­parkte Fahrradwege und einen Fahrradweg der in einer begrün­ten Verkehrsinsel (Lokstedt, Siemersplatz) endete, zur einer wohl­ver­dien­ten Currywurst bei Grindel Curry in der Rentzelstraße.

Die Currywurst mit einer Riesenportion Pommes war klasse und der leere Fahrradkorb auf dem Schlussfoto wurde unter­wegs noch mit eini­gen Paulaner Hefeweizen gefüllt, die nach aus­rei­chen­der Kühlung gleich auf dem Balkon getrun­ken wer­den sol­len.

HDS

Kein Konzept für Lokstedt

Die schlechte Nachricht vor­weg, auf der gest­ri­gen Veranstaltung zum Thema „Neubau in Lokstedt : Wohin mit dem Verkehr?“, in der Schule Vizelinstraße, wurde uns lei­der klar,

es gibt kein ver­kehrs­po­li­ti­sches Konzept für Lokstedt“.

Die gute Nachricht, Veranstaltungsteilnehmer waren enga­gier­ten Lokstedter, die sehr deut­lich und detail­liert ihre Betroffenheit äußer­ten.

Als Versammlungsleiter Andreas Reichel, Regionalausschuß Bezirksversammlung Eimsbüttel, ver­kehrs­po­li­ti­scher Sprecher der GRÜNE/GAL, Fabian Klabunde und als ver­kehrs­po­li­ti­scher Sprecher der Bezirksversammlung und Mitglied im Verkehrsausschuss der GRÜNE-Fraktion in der Bürgerschaft, Dr. Till Steffen.

Einleitende Worte zur besorg­nis­er­re­gen­den Situation um die Schule Vizelinstraße, kamen von der in ihrer Sache um die Sicherheit der Schüler über­zeu­gend auf­tre­ten­den Schulleiterin und Gastgeberin, Frau Nina Löb.

Geschätzt 70 Bürger aus Lokstedt, betei­lig­ten sich an der ange­reg­ten Diskussion um viele Fragen nach pro­blem­lö­sen­den Antworten auf die ange­spann­ten und zum Teil nur schwer zu ertra­gen­den Zustände um die Verkehrssituation in unse­rem Stadtteil. Die Darstellung der Anlieger über die aktu­el­len Verkehrsbelastungen in ihren Straßen wie Vizelinstraße, Grandweg, Lohkoppelweg, Stresemannallee, Veilchenweg, Rimbertweg, Lottestraße und Siemersplatz mit zum Teil extrem ver­stärk­ten Verkehrsbewegungen, aus­ge­löst durch den zuge­nom­me­nen Durchgangsverkehr aus­wär­ti­ger Fahrzeuge, aber auch die gestie­gene Einwohnerzahl im Viertel, machte die Belastungen unse­rer Mitbürger mehr als deut­lich. Städteplaner bezeich­nen Lokstedt als Urbanisierungszone. Hierzu liest sich viel­leicht noch der BezirksEntwick­lungsPlan-Eimsbüttel recht auf­schluß­reich (Stand : Januar 2008). Bauanträge die wohl noch vor zehn Jahren abge­lehnt wur­den, wer­den jetzt schein­bar durch­ge­wun­ken, mit dem Ziel die Vorgaben zu errei­chen. Hamburg soll wach­sen und wenn es in der Ausdehnung nicht mehr geht, fin­det eine Nachverdichtung statt. Fahrrad- und Fußwege, Sportplätze, Altenheime und Grünflächen ver­schwin­den und der Stellplatzschlüssel für Neubauten (0,8) schützt den Altbestand an Parkplätzen, Stellflächen und Garagen nicht.

Belastungen, durch die von allen Parteien gewollte Wohnraumverdichtung, mit der­zeit min­des­ten 1.700 Mehrbewohnern in Lokstedt, zei­gen ihre Spuren und auch nach der Fertigstellung und Freigabe der Emil-Andresen-Straße, wird der täg­li­che Verkehrsstress nicht auf­hö­ren. Bereits seit den letz­ten fünf Jahren wird mehr Verkehr über Lokstedt gelei­tet und die Frequenz wird am Siemersplatz/Vogt-Wells-Straße wei­ter zuneh­men. Eine Basis-Kennzeichenzählung als ver­kehrs­po­li­ti­sche Erhebung zum Quell- und Zielverkehr liegt nicht vor. Wie hier bei HDS home, bereits vor fünf Jahren berich­tet, bleibt im Dunkeln, warum es bei der Bebauungsplanung keine Verkehrsplanung gab. Weitere 360 Wohneinheiten sol­len an der Lottestraße fol­gen, vor­her muß noch mit meh­re­ren 1000 LKW-Ladungen die kon­ta­mi­nierte Erde auf der ehe­ma­li­gen Mülldeponie aus­ge­tauscht wer­den.

Zur Vertretung der mehr­heit­li­chen Interessen der Lokstedter, wurde von einem Teilnehmer die Bildung eines Bürgerbeirates ange­regt.

Zum Abschluß erfolgte noch ein enga­gier­ter Appell der um die Sicherheit der Kinder bemüh­ten Leiterin der Kita Vizelinstraße, an die ver­ant­wort­li­chen Politiker.

Nach der Sommerpause soll eine erneute Veranstaltung zur Verkehrssituation in Lokstedt statt­fin­den. An einer Einladung dazu Interessierte tru­gen sich mit ihre E‑Mail-Adressse in eine Verteilerliste ein.

HDS & BHS